Ende des Sommers & was sonst noch so abging

Egal ob astronomischer Herbstanfang am 23.09 oder Beginn des neuen Schuljahres - alles deutet auf das Ende des Sommers hin.

Ich persönlich will das noch gar nicht so wahrhaben. Dafür war der Sommer viel zu geil. Es würde viel zu lange dauern, um das alles zu berichten. Und generell kommt es auch nicht unbedingt immer auf die Dinge an, die man erlebt hat, sondern wie man sich dabei gefühlt hat.

Ich weiß nicht, wem das auch so geht, aber ich habe im Sommer immer ein anderes Lebensgefühl. Ich bin glücklicher, offener, selbstbewusster, unternehmungslustiger ... Es stellt sich praktisch mein "Besseres Ich" ein.

Und in diesem Sommer war das nicht groß anders. Aber er war anders, als die davor. Das lag zum Teil daran, dass ich nicht alles geplant habe, sondern kurzfristig und in den Tag hineingelebt habe. So konnte ich im Endeffekt viel mehr erleben, als ich es vermutlich sonst getan hätte.

Generell habe ich mir im Sommer nicht immer so viel Gedanken über alles gemacht. Ich habe mich mehr getraut und mir nicht so viele Sorgen gemacht. War unvorsichtiger, habe Vergangenheit & Zukunft abgeschaltet und im Jetzt gelebt. Tag für Tag und Woche für Woche. 

Aus der jetzigen Sicht war das nicht ganz so positiv, wie ich gedacht hatte. Denn nach einem Hochgefühl stellt sich auch immer ein Tiefgefühl ein. Und je höher das Hoch, desto tiefer das Tief. 

In diesem Sommer habe ich mich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder auf die Liebe eingelassen - jetzt da der Sommer vorbei ist, ist auch die Liebe vorüber. Daran bin ich nicht Schuld, ich bin die, die verletzt wurde. Jetzt sitze ich nur wieder alleine da und sehne mich nach der Zeit zurück, an dem es noch unkompliziert angefangen hat. Als alles besser war. An die Lockerheit in der Beziehung. An die spontanen Treffen Sonntagabend um 10. An den Sonnenuntergang in den Armen des Menschen, in den ich verliebt war.

Und nun, nachdem es vorbei ist, holt mich die Realität schneller ein als gewollt. Ich wurde nur ausgenutzt, war niemals wirklich wichtig.

Es wird also nicht nur draußen kälter und dunkler, sondern auch in mir drin. Wie jedes Mal. 

10.9.15 18:57, kommentieren

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Insgesamt okay & doch ganz gut

"Wie geht es dir?"

Wohl die alltäglichste Frage. 

"Gut! Danke!"

Wohl die alltäglichste Antwort darauf. 

Immer, wenn mir jemand diese Frage stellt, fühle ich mich auf einmal so komisch. Nicht, dass mich diese Frage irgendwie stört. Es ist bloß so, dass ich manchmal einfach keine Antwort weiß.

Ich bin nicht der Mensch, der morgens aufsteht und feststellt - ahh jetzt geht es mir beschissen. Vielleicht, wenn ich mal merke dass ich krank werde. Aber sonst ... eher nicht.

Wenn ich darüber nachdenke wie es mir insgesamt so geht, dann finde ich keine passende Antwort. 

Es ist ja auch nicht so, dass wir allen erzählen wie es uns wirklich geht. Man merkt ja auch, ob jemand diese Frage als Höflichkeitsfloskel stellt, oder wirklich wissen will, wie es einem geht. 

Ich hätte gerne mal die Gelegenheit länger in mich zu gehen und wirklich rauszufinden wie es mir geht. Aber ob ich das wirklich wissen wöllte?

Ich meine ... ist nicht alles so okay wie es ist? Es sind so momentane Gefühle die ich habe. Wenn ich mich wohl fühle, dann ist das meistens, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin. Aber auch das hält nicht ewig an.

Immer diese Nachdenklichkeit am Abend he. 

 

 

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